Über die Rassen - HFK_3

Haflinger-Freundeskreis Schleswig-Holstein und Hamburg e.V.
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Über die Rassen Haflinger und Edelbluthaflinger

Seinen Namen hat der Haflinger von dem kleinen Ort Hafling bei Meran in Südtirol. Die geregelte Zucht begann im Jahr 1874 mit dem ersten eingetragenen Haflinger-Hengst „249 FOLIE“. Der Hengst war der Nachkomme des Halbblutorientalen „133 El’Bedavi XXII“ und einer veredelten Landstute. „249 Folie“ wurde in Schlunders, Südtirol geboren und von einem Hengsthalter in Laas zur Aufzucht eingestellt.
Der damalige Besitzer der Fragsburg bei Meran, Graf Moritz von Leon wurde auf diese bemerkenswerte Züchtung aufmerksam und erreichte im Jahre 1875 eine komissionelle Besichtigung des Pferdezuchtgebietes durch das K.u.K Ackerbauministerium. Ab diesem Zeitpunkt kann man von einer Zucht des Haflingers als eigene Rasse sprechen. Die Hengste wurden registriert, den Stuten schenkte man allerdings noch wenig Beachtung.
Erst Major Graf Huyn aus Wien erreichte dann im Jahre 1897 den planmäßigen Aufbau der Zucht. Durch die Teilung Tirols in im Jahr 1919 ging das gesamte geschlossene Zuchtgebiet Österreichs an Italien verloren. Da zu diesem Zeitpunkt aber ein großer Teil der Staatshengste in Stadl-Paura Oberösterreich standen konnte die Zucht in Österreich und Italien fortgesetzt werden. Um den Fortbestand der Zucht in Österreich zu sichern wurden immer wieder Haflinger-Stuten aus dem
Originalzuchtgebiet Südtirol zugekauft.
In den Jahren 1935 – 1945 wurde auch in Bayern eine Haflingerzucht aufgebaut. Man wollte hier schon lange eine Kleinpferdezucht aufbauen und wandte sich der schon damals als Vielzweckpferd erprobten Rasse zu. Damals wurde der Haflinger allerdings noch hauptsächlich in der Landwirtschaft eingesetzt und beim Heer als Tragtier.
In den Jahren 1936 bis 1938 wurden ca. 100 Stuten aus Südtirol gekauft und an Züchter im Inntal, im Chiemgau und im Oberallgäu weitergegeben.
Die Hauptzuchtgebiete der Nachkriegszeit waren somit Südtirol, Nordtirol und Bayern.
In den fünfziger Jahren wurde die Haflingerzucht auch in den traditionellen deutschen Pferdezuchtgebieten wie z.B. Westfalen, Hessen, Rheinland und Baden-Württemberg. Von nun an wurde der Haflinger in immer mehr Ländern bekannt und Zuchtgebiete aufgebaut.
Im Jahr 2003 wurde zwischen dem Italienischen Nationalverband, dem Südtiroler Haflinger Pferdezuchtverband und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) - als Vertretung für alle der FN angeschlossenen Züchtervereinigungen, die ein Zuchtbuch für Haflinger führen – eine Festlegung für die Herauszüchtung der ox-Genanteile aus der deutschen Haflinger Population getroffen. Seit dem Jahr 2008 werden nun in Deutschland Haflinger mit mehr als 1,56 Prozent Araberblutanteil als Edelbluthaflinger in einem eigenen Zuchtbuch geführt.
Die grundsätzlichen Zuchtziele für Haflinger und Edelbluthaflinger sind durch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) als Rahmen festgeschrieben und werden durch die zuständigen Zuchtorganisationen der Länder umgesetzt:
Die ZVO koordiniert die züchterische Arbeit der FN-Mitgliedsverbände und gibt als Rahmenrichtlinie einheitliche Anforderungen unter anderem für die Ausgestaltung der Zuchtprogramme, Unterteilung und Führung von Zuchtbüchern, die Ausstellung von Zuchtbescheinigungen sowie die Sicherung der Identität aller in den Zuchtbüchern eingetragenen Pferde vor.

In der ZVO ist auch die Durchführung von Leistungsprüfungen, Körungen, Zuchtwertschätzung und Zuchtbucheintragungen beschrieben und sie enthält die Zuchtprogramme der verschiedenen Rassen. Hinzu kommen Informationen zu EU-Bestimmungen sowie nationalen Gesetzen und Verordnungen



Haflinger und Edelbluthaflinger gehören zu den vielseitigsten Pferderassen der Welt und finden ihren Einsatz im Reit- und Fahrsport, in der Freizeit- und Westernreiterei sowie im Wanderreiten. Haflinger Pferde werden heute auf allen Kontinenten der Welt gezüchtet. Ihren Ursprung hat die Haflingerrasse in den Bergen Südtirols.
Eine stark auf den Verwendungszweck Reiten und Fahren hin ausgerichtete Zucht haben den Haflinger und den Edelbluthaflinger zu einem vorzüglichen Partner für Freizeit und Sport werden lassen. Durch seine solide Konstruktion und ein Stockmaß zwischen 140 und 150 Zentimetern sind diese Pferde ausgezeichnete Gewichtsträger und somit Pferde für die ganze Familie. Das ausgeglichene Temperament und die sprichwörtliche Gelassenheit machen sie angenehm im Umgang
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1874 wurde bei Josef Folie in Schluderns im Vinschgau, in den Bergen Südtirols, ein Hengstfohlen geboren, welches später als Begründer dieser Rasse bekannt werden sollte. Es war der Goldfuchs 249 Folie, der Stammvater der heute weltweit beliebten Haflingerrasse.
Als Trag- und Zugpferd leistete der Haflinger, der seinen Namen übrigens der Region um das kleine Bergdorf Hafling oberhalb von Meran verdankt, den Bergbauern über viele Jahrzehnte bei ihrer schweren Arbeit treue Dienste. Genügsamkeit, hohe Trittsicherheit im schwierigen Gelände und eine enorme Leistungsbereitschaft zeichnen noch heute diese Pferderasse besonders aus. Die enge Verbundenheit des Haflingers mit der Volkskultur dieser Region kommt auch heute noch bei zahlreichen Veranstaltungen zum Ausdruck.

Der Haflinger-Freundeskreis Schleswig- Holstein und Hamburg e.V. setzt sich
dafür ein, den Haflinger und den Edel- bluthaflinger einer breiten Bevölkerungsschicht auf verschiedenen Schauen bzw. Veranstaltungen zu präsentie- ren. Damit soll das Interesse, die Beliebtheit und Verbreitung an diesen beiden Rassen gefördert werden. Weitere Ziele unseres Vereins sind, dass interessierte Menschen, insbesondere die Jugend, an den Reit- und Fahrsport mit Haflingern/Edelbluthaflingern heran- geführt und geschult werden. Dazu bieten der Haflinger-Freundeskreis Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. regelmäßig Kurse bzw. Lehrgänge zur Förderung des Reit-, Fahr-, Freizeit- und Breitensports an. Zur Förderung und Verbesserung der Zucht haben wir langjährige Züchter in unserem Verein, die gerne bei Fragen Rede und Antwort stehen.

Gelände Zucht Fahrsport
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